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Das Prostatakarzinom

Das Prostatakarzinom (auch als Prostatakrebs bekannt) ist eine bösartige Tumorerkrankung, die vom Drüsengewebe der Vorsteherdrüse (Prostata) ausgeht. Diese bösartige Geschwulst ist die häufigste Krebsart des Mannes. Betroffen sind in der Regel die Männer ab 50. Während das Prostatakarzinom bei Männern unter 45 Jahren sehr selten vorkommt, ist jenseits des 75. Lebensjahres fast jeder zweite Mann Träger eines Prostatakrebses, das klinisch allerdings meist unauffällig ist. Nur etwa 5 Prozent derjenigen, die Prostatakarzinomzellen im Körper tragen, erleben den klinischen Ausbruch der Erkrankung. Aus diesem Grund muss man streng zwischen dem latenten (also verborgenen, stummen) und dem klinisch manifesten (bereits akuten und durch Symptome erkennbaren) Prostatakarzinom unterscheiden. Nur das Offenbarwerden der Krankheit bedarf der Behandlung! Die meisten akuten Prostatakrebserkrankungen liegen im siebten Lebensjahrzehnt. Das äußerst langsame Wachstum der meisten Prostatakarzinomzellen führt zu der bis zu 20 Jahre andauernden Latenz, bis die Krankheit "ausbricht". Tritt die Krebserkrankung in jüngeren Jahren auf (ab etwa 50), ist sie meist von aggressiveren, schnell wachsenden Zellen hervorgerufen und bedarf der sofortigen intensiven Therapie.

Sein schleichendes Wachstum ist das gefährlichste Merkmal des Prostatakarzinoms. Denn es bleibt lange Zeit klinisch stumm, d. h. es wächst ähnlich der gutartigen Prostatavergrößerung ohne Schmerzen, aber stetig und kontinuierlich infiltriert es dabei die Umgebung. Bemerkt der Patient Symptome des Prostatakarzinoms, sind es stets Spätzeichen der Erkrankung, und eine Heilung in diesem Stadium ist meist nicht mehr möglich. 60 bis 70 Prozent der Prostatakrebspatienten kommen auch heute noch in einem unheilbaren Zustand zum ersten Mal in ärztliche Behandlung! Nur 30 Prozent dieser Patienten haben die Lebenserwartung wie ihre gesunden Mitmenschen. Alle anderen sind schlicht zu spät zur Behandlung gekommen. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind die einzige Früherkennungsmöglichkeit und damit die Voraussetzung für eine radikale Heilungsmöglichkeit überhaupt. Leider verhindern noch immer vor allem die folgenden Gründe eine breit angelegte, wirkungsvolle Vorsorge: 1. Eine falsche Scham der männlichen Bevölkerung zur Vorsorge zu gehen. 2. Die Angst vor der Entdeckung einer Krebsgeschwulst. Jedes Jahr werden in Deutschland ca. 30.000 bis 40.000 neue Prostatakrebsfälle diagnostiziert, wobei in den letzten Jahren eine deutliche Zunahme der Erkrankungen beobachtet wurde. Da der Anteil der 65-Jährigen in unserer Bevölkerung immer schneller anwächst, muss auch mit einer weiteren Zunahme der Prostatakrebskranken gerechnet werden, da immer mehr ältere Leute ihren langsam wachsenden Prostatakrebs erleben.

Prostatakarzinom Früherkennung

Dass nur 10 Prozent aller Männer der krebsgefährdeten Altersgruppen zur Früherkennungsuntersuchung gehen, ist sehr bedauerlich, weil speziell auch für den Prostatakrebs gilt: Je früher Prostatakarzinom erkannt wird, desto größer ist die Chance, ihn zu heilen! Jeder Mann über 40 muss einmal im Jahr zur Vorsorge, um Vertrauen in seine Gesundheit zu gewinnen. Nur so kann er mit einem Minimum an persönlichen Aufwand seinen gefährlichsten Gegner im Leben überhaupt - den Krebs - besiegen. Jeder Arzt führt die Vorsorgeuntersuchung durch - im Zweifelsfall wird er einen Facharzt für Urologie hinzuziehen, der die Untersuchung durch eine Ultraschalluntersuchung und Laborwerte ergänzt. Die größte Gefahr des Prostatakarzinoms liegt in seinen scheinbar harmlosen Anfangssymptomen, die denen der normalen Altersprostata oder einem banalen Harnwegsinfekt ähneln.