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Was ist Prostata?

Die Prostata (Vorsteherdrüse) ist eine Drüse, die die Harnröhre umschließt. Sie unterliegt regelmäßig normalen Schwellungen beim Urinieren und Geschlechtsverkehr. Beim Mann ist Sie in Größe und Form einer Kastanie ähnlich. An die Rückseite der Prostata grenzt der Mastdarm (Rektum). Deshalb kann sie vom Enddarm aus mit den Fingern ertastet und beurteilt werden. Die wichtigste Aufgabe der Prostata ist die Abgabe eines Sekrets, das zusammen mit dem der Bulbourethraldrüse, der Samenblase und den aus dem Hoden stammenden Samenzellen das Sperma bildet. Wachstum und Funktion der Vorsteherdrüse werden meistens von dem Geschlechtshormon Testosteron gesteuert.

Prostata
Männliche Geschlechtsorgane des Menschen

Untersucht wird die Prostata vom Mastdarm aus. Bei Veränderung ist auch das Prostataspezifische Antigen (PSA) erhöht.

Eine akute Entzündung der Prostata (Prostatitis) wird meist von Bakterien verursacht und geht mit Fieber und heftigen Beschwerden einher. Betroffen sind nicht ausschließlich jüngere Männer. Auch die chronische Entzündung der Prostata wird von Krankheitserregern verursacht. Sie führt aber zu unbestimmteren Beschwerden und betrifft meist Männer mittleren Jahren.

Vergrößert sich die Drüse infolge Wachstums oder Umbaus, benigne (gutartige) Prostatahypertrophie BPH, was mit zunehmendem Lebensalter normal ist, so können Blasenfunktionsstörungen (LUTS, Lower urinary tract Symptoms) auftreten. Das Prostatakarzinom ist nach Lungen- und Darmkrebs an dritter Stelle der krebsbedingten Todesursachenbeim Mann. Vom langsam wachsenden, klinisch stummen bis zum aggressiv wachsenden Krebs kommen alle Varianten vor.

Wie funktioniert die Prostata?

Die Prostata wird erst mit der Pubertät voll funktionsfähig. Dann reift sie unter dem Einfluss des männlichen Geschlechtshormons Testosteron.

Die gesamte Prostata ist in einen Muskel eingebettet. Dieser zieht sich bei der Ejakulation zusammen; die Prostata wird zusammengepresst und gibt ihr Sekret durch ihre Ausführungsgänge an den Samenleiter ab. Beide verbinden sich zum Spritzkanal, wo sich Prostatasekret und die Samenzellen aus den Hoden, die in den Nebenhoden gespeichert werden, vermengen. Samenzellen und Prostatasekret gemeinsam bilden das Sperma.

Die Prostata wird auch als Vorsteherdrüse bezeichnet. Wie sie zu diesem Namen gekommen ist, erklärt sich aus ihrem Aufgabenbereich: Die Prostata sorgt nämlich dafür, dass einerseits beim Wasserlassen kein Urin in den Spritzkanal eindringen kann, indem die Muskulatur von Blase und Prostata ihn verschließen. Andererseits sorgt die Muskulatur von Prostata und Blasenhals auch dafür, dass während des Geschlechtsverkehrs das Sperma nicht in die Harnblase gedrückt wird.

Beim Samenerguss schließlich ziehen sich die Muskulatur der inneren Teile der Schwellkörper und die Beckenbodenmuskeln rhythmisch zusammen und befördern das Sperma nach außen.

An der Fähigkeit zum Geschlechtsverkehr selbst ist die Prostata nicht direkt beteiligt. Dennoch ist eine der häufigsten „Nebenwirkungen" einer totalen Entfernung der Prostata die Impotenz. Es ist nämlich kaum möglich, die Prostata zu entfernen, ohne dass wichtige Nervenstränge zerstört werden würden.

Von einigen Chirurgen werden zwar neue Operationsmethoden propagiert, die nervenschonend sein sollen. Doch das funktioniert so nicht. Tatsache bleibt jedoch, dass fast jeder Patient, dem die Prostata entfernt wurde, auf Dauer impotent ist. Nur dass heute nicht mehr die brachiale Methode der Prostataentfernung dafür verantwortlich gemacht wird, sondern der Patient „einfach nur Pech" gehabt hat.

Was das Prostatasekret kann

Das Prostatasekret hat eine wichtige Funktion in der Fortpflanzung. Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass die Zeugung von Kindern ohne das Prostatasekret undenkbar wäre. Denn das Sekret enthält das Enzym Spermin, das die Samenzellen aus ihrer Hodenstarre holt, sie also erst beweglich macht und zusätzlich ihre Befruchtungsfähigkeit erhöht.

Weitere Bestandteile sind verschiedene andere Enzyme, die die Gebärmutter anregen können. Das Prostatasekret neutralisiert die Harnsäure des Mannes und die Säure der Frau.

Das Prostatasekret selbst ist leicht sauer und macht etwa 20 bis 30 Prozent des Sperma aus. Es ist dünnflüssig und trübe. Dem Sperma gibt es seinen charakteristischen Geruch. Es ist ein hochwertiges Gemisch und enthält Zink, Phosphatase, Zitronensäure und Cholesterin. Fruchtzucker ernährt die Samenzellen auf ihrem Weg zur Eizelle.